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Rückblick: Alpfieber am Heinzenberg!

Haben sie sich auch schon einmal gefragt, wie es aussieht, wenn das Vieh in die Ferien verreist?

Im Bericht vom 1. Juni 2021 haben wir einige Vorbereitungen für die Alpzeit beschrieben. Wärend dieser Vorbereitungszeit ist geduldiges Warten angesagt und immer wieder den Wetterbericht prüfen, ob es bald schönes Wetter gebe. Beobachten ob genug Schnee weg geschmolzen und etwas Futter auf den Alpweiden gewachsen ist.

Bevor die Tiere dann losstapfen dürfen, muss zuerst der Weg zur Alp geräumt, teilweise wieder vollständig Instand gestellt, mit Baumstämmen verstärkt und eingezäunt werden. Da im letzten Winter besonders viel Schnee fiel und auch liegen blieb, musste der Weg freigeschaufelt werden. Wie auf den Fotos zu entdecken ist, hatte es nicht gerade wenig von der weissen Pracht!

Vorarbeit am Donnerstag:

Es wurde in die Hände gespuckt und Schnee schaufeln war angesagt.

Alpfahrt – 1. Tag am Samstag:

Es kann losgehen! Die ersehnte Alpfahrt startete am Samstagabend 18.00 Uhr

Von Flerden aus zog man Richtung Tschappina und weiter zum Glaspass. Für heute war dies der höchste Punkt, dann ging es wieder steil bergab zum Carnusbach. Weiter in die Rüti, wo endlich ausgespannt und das erste Alpengras genossen werden konnte. Natürlich darf auch ergiebig ausgeruht werden. Während sich die Tiere noch stärken, ziehen sich Bauer und Helfer zurück in die nahegelegene Alphütte zum Übernachten.

Alpfahrt – 2. Tag, sonntags

Frühmorgens noch im Halbdunkel wird das steilste Stück zur Alp in Angriff genommen. Nach ca. einer Stunde und gegen 500 Höhenmeter hinter sich, erreichen sie die Alp Verdus. Von da ist es nur noch einen Katzensprung zur Alp Feraina, wären da nicht noch zwei tiefe und oft schneereiche Tobel dazwischen. Die Treiber und das Vieh sind insgesamt ca. 4.5 stunden unterwegs. Einige der älteren Tiere kennen den Weg bereits und ziehen vorneweg. Für andere ist es wiederum die erste Alpfahrt. Die Freude der Tiere ist zu spüren. Sie müssen nicht gross motiviert werden, sie ziehen aufwärts auf dem vorbereiteten Weg. Sie ersehnen bestimmt die Weiden voller frischgewachsenen Alpenkräutern.

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Ankunft in der Alp Feraina – geschafft und alle heil angekommen.
Zuerst einmal frisches kaltes Quellwasser trinken und Durst löschen!

Wir wünschen einen schönen Sommer und eine gute Alpzeit!

Nun mal tüchtig den Durst mit frischem Wasser löschen.

Vermerk: Dieser Bericht erzählt nur die Geschehnisse der Alpfahrt eines Bauernhofes am Heinzenberg. Es gibt viele Alpen und verschiedenen Arten und Wege, wie das Vieh mit ihren Besitzern und Älplern auf die eigenen oder gepachteten Alpweiden kommen.

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